Die Forellenzucht ist 1933 durch Willy Lindhorst in einer Kastentalsenke am Südwesthang des Teutoburger Waldes gegründet worden. Willy Lindhorst am 29.10.1900 in Bad Rothenfelde/Niedersachsen geboren, bewirtschaftete ab 1927 erst in seinem Heimatort einige Teiche. 1933 erbaute er in Schloß Holte Stukenbrock, zwischen Bielefeld und Paderborn gelegen, seine Zucht unterhalb der Hirschquellen. Auf dem insgesamt 2,5ha großen Land erbaute er 30 Teiche, ein modernes Bruthaus, ein Wohntrakt, Werkstatt, Räucher- und Verkaufsraum und zählt somit zu den größten und modernsten Forellenzuchtanstalten des Landes Nordrhein-Westfalen, insbesondere des Westfälisch- Lippischen Raumes. Die Quelle die die Teiche speist, fördert ganzjährig 50 l/s mit 9,4° C zu Tage.

Mitte der 70er Jahre entstand unter Mithilfe seines Adoptivsohnes Wolfgang Lindhorst-Emme eine zweite ca 2ha große Zuchtanlage 3 km vom Stammbetrieb entfernt. Die Vollendung dieses Betriebes 1979 war dem Begründer der Hirschquellen nicht mehr vergönnt. Nach mehr als 50jährigen Berufserfahrung und einem überaus arbeitsreichem Leben starb er am 18.11.1978. Beide Anlagen wurden daraufhin von seinem Adoptivsohn Wolfgang Lindhorst-Emme geleitet, er ist auf der Anlage "Hirschquellen" aufgewachsen. Am 22.12.1948 geboren und im Betrieb arbeitent, bestand er 1969 die Gehilfenprüfung. Seine Meisterprüfung legte er 1977 in der Landesanstalt für Fischerei in Albaum ab.

Mitlerweile wird die zweite, in den 70er Jahren gegründetet Anlage, nicht mehr bewirtschaftet. Die für das Geschäft benötigten Mengen werden in Ursprungszucht in Stukenbrock erzeugt.

Ein Bild der Forellenzucht Ende der 30er Jahre. Im Vordergrund das Verkaufs- und Räuchergebäude, weiter hinten links am Hang das Wohnhaus und ganz rechts der Futterkarren.